Eine Reise in die verbotene Stadt

Viele Länder der Erde verfügen über eine interessante Geschichte und über eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. Alle kaum eines kann so viel Geheimnis, Exotik und Faszination vermitteln wie China – durch die weltweit einmalige Große Mauer, die Verbotene Stadt und die tönerne Armee.

Ein Weltkulturerbe

Einmal im Leben die Verbotene Stadt zu besuchen – das ist der Wunsch vieler Menschen. Über Jahrhunderte war dies aber Privileg der kaiserlichen Herrscher Chinas, deren Familien und Bediensteten. Das Volk durfte die Palastanlage nicht betreten. 1911 hat der letzte chinesische Kaiser abgedankt. Seine Familie musste 1924 die Verbotene Stadt verlassen. Die Palastanlage wurde für die Bevölkerung Chinas geöffnet. Selbst in der Zeit der Kulturrevolution wurde großes Augenmerk auf den Erhalt der Verbotenen Stadt gelegt. Bewaffnete Kräfte der Volksbefreiungsarmee haben das Gelände abgesichert.
Mit einem riesigen Aufwand wurde in nur 14 Jahren der Kaiserpalast in Peking aufgebaut. Der dritte Ming-Kaiser, Yongle, begann 1406 mit dem Bau. Die nach ihm folgenden Kaiser haben den Palast verändert, immer aber blieb der Grundriss erhalten. Es handelt sich dabei um ein Rechteck, das von Süd nach Nord ausgerichtet ist. Das Gelände kann in jeder Himmelsrichtung durch ein Tor betreten werden, wobei sich das Haupttor (Mittagstor) im Süden befindet. Das gesamte Gelände ist von einem 6 Meter tiefen und 52 Meter breiten Wassergraben umgeben. Hinter dem Wassergraben wird das Gelände noch durch eine zehn Meter hohe Ziegelmauer gesichert. An den Ecken befinden sich Wachtürme. Wie überall in China steckt auch in diesem Palast viel Symbolik. So ist die Anzahl der Paläste und Räume genau definiert und auch die Höhe der Gebäude war genau festgelegt. Die sprichwörtlichen 1.000 Chinesen haben für die Bewältigung des Bauvorhabens nicht ausgereicht, denn mehr als 100.000 Kunsthandwerker und eine Millionen Sklaven haben die gewaltige Arbeit geleistet.

Die Kosten einer Reise

Der Schweizer Schriftstellers Max Frisch stellte in seiner Erzählung “Bin oder die Reise nach Peking” die Sehnsüchte der Menschen nach dieser fernen Welt dar. Heute ist es möglich, Peking zu besuchen und den Kaiserpalast zu betreten. Selbst im Internet bieten viele Reisebüros Reisen nach Peking an. Ob man mit dem Flugzeug, dem Schiff oder dem Zug diese Reise realisiert ist der Fantasie und dem Geldbeutel des Reisenden überlassen. Einzig beim Visum spielt dies eine Rolle. Die meisten Reiseanbieter übernehmen die Beantragung eines Visums bei der Buchung der Reise. Für die Einreise nach China gibt es strenge Vorschriften, die es zu berücksichtigen gilt. Das Visum darf nicht älter als 50 Tage sein. Sollten Sie sich vorgenommen haben, auch Macau oder Hongkong zu besuchen, müssen Sie eine mehrfache Einreise nach China beantragen, da man für einen Besuch dieser Städte China verlässt und anschließend erneut in China einreist. Dass gleiche gilt, wenn Sie China mit einem Schiff besuchen. Bei einer Kreuzfahrt übernachtet man in der Regel auf dem Schiff und erkundet das Land in Tagesausflügen. Hier reisen Sie täglich in China ein und am Abend auch wieder aus. Bei der Planung der Reise sind also die Kosten für das Visum unbedingt mit einzuplanen. Diese bewegen sich umgerechnet zwischen 45 und 110 Euro.

Übersichtliche Riesenstadt

In Peking können Sie sich leicht zurechtfinden, da diese Weltmetropole nach dem “Chinesischen Prinzip” aufgebaut ist. Von Ost nach West wird die Stadt durch die Chang’an Jie Straße durchquert. Genau in der Mitte liegen der Tian’anmen Platz (Platz des himmlischen Friedens) und die Verbotene Stadt. Überzeugend sind die Taxifahrer, die mit Ihrem Wissen um die Stadt die sichersten Fremdenführer sind. Wollen Sie die Verbotene Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten besuchen, sollten Sie viel Zeit einplanen und bequeme Schuhe tragen. Wenn Sie sich mit den chinesischen Kaisern und deren Bauwerken befassen möchten, gehört unbedingt der neue Sommerpalast, auch Garten der harmonischen Einheit dazu. In der Nähe der Westberge gelegen gehört dieser 294 Hektar große Park seit 1998 ebenfalls zum UNESCO Welterbe. Die Parkanlage ist von Peking etwa 15 Kilometer entfernt und verblüfft durch das Zusammenspiel von Bau-, Wasser- und Gartenkunst.

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